Viele Räume sind neu gestrichen, das Haus verbreitet eine angenehme Atmosphäre. Menschen am Ende ihres Lebens haben ihr ein würdiges Zuhause gefunden. Die Finanz- und Personalvorständin des Diözesancaritasverbandes, Claudia Kokott, will vor allem wissen, wie im Haus gearbeitet wird, wie es den Bewohnerinnen und Bewohnern und den Mitarbeitenden geht und wo es vielleicht Probleme gibt - einfach, wie das tägliche Leben in der Einrichtung aussieht. Begleitet wurde sie von Vorstandsreferentin Dr. Judith Thiele und dem zuständigen Abteilungsleiter Trägerschaften Veit Kokott.
Die Gäste erfahren Interessantes über das Altenpflegeheim St. Michael. Von links: Einrichtungsleiterin Andrea Fiedler, Vorstandsreferentin Dr. Judith Thiele, der Leiter der Abteilung Trägerschaften Veit Kokott und Vorständin Claudia Kokott.Fotos: Andreas Schuppert
Andrea Fiedler ist seit zweieinhalb Jahren Leiterin von St. Michael in der Dresdner Friedrichstadt mit 90 Plätzen und etwa 90 Mitarbeitenden. Nach Corona sei es für sie am Anfang nicht einfach gewesen, erzählt sie. Vieles musste neu strukturiert werden, ohne Bewährtes zu verlassen. Aktuelle Entwicklungen hätten dazu beigetragen, dass sich auch Mitarbeitende umstellen mussten. Die Anforderungen an Pflege und Betreuung steigen.
Den christlichen Geist der Einrichtung erhalten
Wichtig ist für Frau Fiedler, dass der christliche Geist des Hauses erhalten bleibt. Das gelingt nicht nur durch Gottesdienstangebote, die oft ökumenisch gestaltet werden, sondern auch durch Gemeinschaftserlebnisse wie Sommerfeste, Faschings- oder Adventsfeiern. Die Einrichtung gestaltet das Kirchenjahr und sowohl Bewohnerinnen und Bewohner als auch Mitarbeitende sind mit Begeisterung dabei.
Andrea Fiedler führt die Gäste durch St. Michael.
Etwas Sorgen bereitet Andrea Fiedler, dass in Zukunft bauliche Maßnahmen anstehen. Das 1997 errichtete Haus ist inzwischen in die Jahre gekommen. Unter anderem stehen Erneuerungen des Daches und nachhaltige baumaßnahmen an. Eine Daueraufgabe für eine Einrichtung wie St. Michael sei die Personalgewinnung, sagt Andrea Fiedler. Dabei stellte sie fest, dass sich immer mehr ausländische Pflegekräfte bewerben. "Ohne sie wird es in Zukunft nicht gehen", meint die Einrichtungsleiterin.
Claudia Kokott zeigte sich beeindruckt von den Aktivitäten und dem Engagement der Mitarbeitenden und der guten Atmosphäre im Haus. Ihre Visite war Teil eines Besuchsprogramms, das den Einrichtungen des Diözesancaritasverbandes gilt - dazu gehören elf stationäre und zwei ambulante Pflegeinrichtungen, ein Krankenhaus, eine Berufsschule, eine Familienferien- und eine Bildungsstätte. Die Vorständin, die am 20. November 2025 ihren Dienst angetreten hat, will Leiterinnen und Leiter, Mitarbeitende und Orte kennenlernen, wie sie sagt, und sich somit ein umfassendes Bild über die Caritas im Bistum machen. (as)
Claudia Kokott mit den Verwaltungsmitarbeiterinnen von St. Michael Irene Wagner (Mitte) und Jana Lamm (rechts).