Der neue Caritasrat des Diözesancaritasverbandes.Foto: Andreas Schuppert
Bereits im Frühjahr beschloss die Mitgliederversammlung eine neue Satzung, wonach der Verband in Zukunft von einem hauptamtlichen Vorstand geführt wird. Der Caritasrat nimmt wie bisher Aufsichtsfunktionen wahr. Höchstes Beschlussorgan ist auch weiterhin die Mitgliederversammlung. Gleichzeitig wählte das Gremium die Vertreter der Caritas-Ortsebene bei der Delegiertenversammlung des Deutschen Caritasverbandes.
Der Caritasverband für das Bistum Dresden-Meißen besteht seit 1922 und feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Das Motto "100 gute Gründe für die Caritas" knüpft an das Motto des Bistumsjubiläums an, um auch die kirchliche Zugehörigkeit der Caritas hervorzuheben. Im Caritasbereich des Bistums Dresden-Meißen sind heute fast 10.000 Mitarbeitende in über 200 Diensten und Einrichtungen beschäftigt. Dazu kommen zahlreiche Ehrenamtliche, insbesondere in der Hilfe für geflüchtete Menschen.
Der Rückgang der katholischen Gemeinden habe sich auch auf die Caritas ausgewirkt, betonte der frühere Vorsitzende des Verbandes, Prälat Hellmut Puschmann, in einem Vortrag anlässlich des Jubiläums. Caritas müsse auch weiterhin den "einzelnen Menschen ansprechen". Das "Gebot der Liebe" müsse aber auch wieder stärker in den Blickpunkt der öffentlichen Kommunikation rücken, meint Puschmann, der von 1991 bis 2003 Präsident des Deutschen Caritasverbandes war. Die Vergangenheit habe entscheidende Akzente für die Zukunft gesetzt. Gerade im Osten habe man aus kleinen Anfängen heraus wirksame Strukturen geschaffen. (as)